Lingua Mortis Orchestra

„Lingua Mortis Orchestra“, kurz LMO, nennt sich das 1996 erschienene Album der deutschen Metal Band „Rage“. „Lingua Mortis“ ist lateinisch und bedeutet soviel wie „Sprache des Todes“. Die Stücke wurden bereits in anderer Form veröffentlich, für dieses Album allerdings arbeitete man extra mit zwei Orchestern zusammen, dem Prager Sinfonieorchester und einem spanischen Orchester. Insgesamt waren hier über hundert Musiker an dem Album beteiligt. Es ist ein sehr spannendes Konzeptalbum der Band „Rage“, denn es handelt über die Zeit der Hexenverbrennung anno 1599 von Gelnhausen, welche auf einer wahren Begebenheit basiert.

Die Entstehung


Großes OrchesterLingua Mortis war das erste Album der Band Rage, welches sie mit Orchesterbegleitung aufnahmen. Das Prager Sinfonieorchester stand unter der Leitung von Markus Stollenwerk, als die Aufnahmen mit Rage statt fanden. Christian Wolff spielte das Piano ein. Abgerundet wird die Zusammensetzung des Lingua Mortis durch das Mitwirken der beiden Sängerinnen: Jeannette Marchewka und Sopranistin Dana Harnge. Als Gastsänger ist u.a. Henning Basse (ex-Metallium) zu hören.

Vor den Studioaufnahmen probte Rage mit einem Orchester der Folkwang-Musikschule. Seit diesem Album gab es bis heute immer wieder Alben und auch Auftritte mit Orchesterbegleitung. Aber Lingua Mortis ist hier wohl eine großartige Musik-Sensation gelungen, denn sie sind die erste deutsche Band, welche sich der Herausforderung „Klassik meets Metal“ gestellt hat. Aber man kann getrost sagen, dass sie diese Aufgabe grandios gemeistert haben!

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Stil


Die Hauptsäulen der Musik wie Komposition, einprägsame Melodien, stampfende Riffs und genialer Sound stellen die Basis dieses Albums dar. Aber es ist weit mehr, denn in diesem Album ist wohl alles möglich, hier werden zwei musikalische Welten gekonnt miteinander kombiniert. Das Lied „Cleansed By Fire“ z.B. beginnt mit einem Didgeridoo, anschließend ist ein klassischer Chorgesang zu hören, welcher dann durch den typischen Heavy Metal Riff abgelöst wird.

Durch die professionelle Orchesterbegleitung sind die Stücke, welche eigentlich eher dem Speed Metal zuzuordnen sind, etwas langsamer geworden. Dadurch wirken sie nun weitaus dramatischer als vorher. Dabei kommt nun eine noch düstere Atmosphäre auf, welche besonders bei den Live-Konzerten der Band beeindruckt.

Bewertungen


Oft ist es gar nicht so leicht, zwei so Grund verschiedene Musikstile miteinander zu kombinieren, aber die Band und die beiden Orchester harmonieren hier perfekt zusammen und machen somit diese neue Musikrichtung zu einem richtigen „Ohren-Schmaus“. Hier stimmt einfach alles, jedes Riff, jedes Rädchen dieses Motors greift ineinander und wirkt von der ersten bis zur letzten Sekunde stimmig.

In der Presse gab es durchweg positive Stimmen zu dieser neuartigen Musik-Vereinigung zwischen Heavy Metal und Klassik. Andreas Schöwe vom Metal Hammer findet die „Synthese aus Klassik und klassischen Heavy Metal-Gitarren […] überzeugend gelungen“. Florian Schörg von metal.de bezeichnet Lingua Mortis als „Meilenstein“; die Stücke, „machen im orchestralen Gewand mächtig was her.“ Götz Kühnemund findet das Album „im wahrsten Sinne des Wortes grandios“.

Durch die tolle Kombination aus diesen zwei sehr unterschiedlichen Stilrichtungen ist dieses Album wohl nicht nur etwas für „Metalheads“, sondern stößt mit Sicherheit auch bei Freunden anderer Musikstile auf Begeisterung.

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