70000 TONS OF METAL

Januar 2011

Soundchaser

700000 tons of metal

Hi Rageheads

Nach recht entspanntem Flug und erstaunlich wenig Generve bei der US-Einreise kommen wir an unserem Hotel direkt am Miami Beach an. Hier ist also das Revier von Crockett & Tubbs. Nachdem wir uns erstmal in einem der Strandrestaurants gestärkt haben, frönen wir der Happy Hour an unserer Hotelbar und genehmigen uns diverse Free Drinks. Nachdem es hier nix mehr gibt ziehen wir weiter in diverse andere Läden und verkosten ein paar Eimer Gerstenbrause. Irgendwann bin ich dann zu platt und geh' pennen, während André noch damit liebäugelt, sich ein Tattoo stechen zu lassen und Victor mit ein paar zufällig kennengelernten Landsleuten weiter um die Häuser zieht.

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24.01.11 - 1. TAG AN BORD - MIAMI - FLORIDA - USA

Jetzt geht's los. Wir versuchen per Taxi zum Hafen zu kommen, was aber recht schwierig ist, da halb Miami gesperrt ist wegen einer Trauerfeier für 2 Polizisten ( Crockett & Tubbs ??), die 2 Tage zuvor bei einer Schießerei getötet wurden. Nach etlichen Umwegen findet unser Taxifahrer aber einen Weg und setzt uns an unserem Schiffchen ab. Die Majesty of the Seas ist ein riesiges schwimmendes Hochhaus mit allem an Bord, was das Herz begehrt. Luxus pur, dagegen ist das Traumschiff 'ne öde Nussschale. So gar nicht zum Ambiente wollen da die Massen an schwarzen Langhaarigen passen, die hier alles bevölkern. Stellt euch einfach Wacken auf See vor. Wir beziehen gemütliche Kabinen mit Seeblick, Tür an Tür mit diversen Kumpels von all den anderen Bands die auch mitfahren. Ein richtiges Klassentreffen.

Es gibt 3 Bühnen, die Hauptbühne in einem Theater (Deck 5-7), ein Deck drüber noch ne kleinere in einer Lounge und oben an Deck 12 die Poolbühne. Überall sollen die Bands mehr oder weniger gleichzeitig spielen, 40 an der Zahl. Die Abfahrt verzögert sich, da wegen des Staus in der Stadt ein Verladekran, der die Bühnenelemente für die Poolbühne an Bord hieven sollte zu spät kam. Obwohl es nur ca. 1 Stunde später wird, kostet das den Veranstalter mal eben 10.000 Dollar extra, da er 'ne neue Auslaufgenehmigung braucht.

Dann heißt es aber Schiff ahoi. Echt beeindruckend, wie die Kulisse von Miami in der Dämmerung an uns vorbeizieht. Wir picheln erstmal am Pool herum und schauen uns die ersten Bands an, die sofort nach dem Ablegen spielen.

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25.01.11 - 2. TAG AN BORD - AUF HOHER SEE

Heute haben wir unsere erste Show auf der Hauptbühne. Obwohl Victor auf seinen neuen selbstentwickelten Victor Smolski Signature Amp von Engl, den er bereits in den Wochen davor auf der NAMM Show in LA vorgestellt hatte, verzichten muss (es gab Probleme bei der Anlieferung), klappt technisch alles problemlos. Wir soundchecken mit Tontechniker Gerd und Stage tech Dominik vor etlichen Fans, die bereits sehnsüchtig auf uns warten. Bei der Show ist das Theater dann auch proppevoll und wir liefern einen starken Gig ab, bei dem wir neues und altbewährtes Material mischen. Die Stimmung ist der Hammer, besonders viele US-Fans freuen sich tierisch, uns endlich mal wieder zu sehen. Insgesamt sind Fans aus der ganzen Welt dabei, erstaunlich auch ziemlich viele Deutsche.

Nach der Show dinieren wir erstmal in einem der vielen Restaurants an Bord, die uns mehr oder weniger rund um die Uhr verwöhnen. Das Essen ist echt super, es gibt wirklich fast alles was das Herz begehrt. Danach feiern wir weiter, bis der Arzt kommt. Besonders Victor ist komplett im Party-Modus. Da er solo ist (Ladys aufgepasst :-), lässt er echt nix mehr aus. Au weia, und wir haben die Kabine neben ihm...

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26.01.11 - 3. TAG AN BORD - COZUMEL - MEX

Landgang. Am Morgen landen wir in Cozumel, einer zu Yucatan, Mexico gehörenden Karibikinsel. André zieht es vor die örtliche Shopping- und Barmeile zu beehren, während Victor und ich einen Ausflug zu der über 1000 Jahre alten Maya-Stadt Tulum machen. Echt super. 25 Grad bei strahlendem Sonnenschein direkt am Karibischen Meer. Das lassen wir dann natürlich nicht aus und gehen den Nachmittag ausgiebig baden. Das Wasser hat optimale Temperatur, ist azurblau und der palmenbewachsene Strand schneeweiß, was will man mehr vom Leben? Natürlich: Metal! Den machen wir dann auch wieder mit höchster Spielfreude am Abend zur besten Sendezeit vor vollbesetztem Hause. Die Stimmung toppt nochmal den Gig vom Vortage, auch wenn wir ganz schön über die Bühne schwanken. Allerdings nicht vom Alkohol, sondern von dem Seegang, der auf der Rückfahrt etwas heftiger ist. Das macht nix, denn mit zunehmendem Pegel gleicht sich das sozusagen aus. Wir feiern mit den anderen Bands und den Fans zünftig weiter. Das ist ja eins der besten Dinge bei dem Trip, dass der Kontakt zwischen Bands und den Fans so direkt ist. Wir stehen für alles zur Verfügung, Autogramme, Fotos, Smalltalk etc., kein Problem, trotzdem bleiben alle cool und niemand nervt, optimal. Victor betreut die weiblichen Fans auf seine Weise und er ist dabei sehr gründlich :-)

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27.01.11 - 4. TAG AN BORD - AUF HOHER SEE

Heute haben wir außer feiern nix zu tun, außer etwas Promo und Autogrammstunden. Das ZDF filmt uns für eine Doku über das Spektakel, wir geben diverse Interviews, es ist ja viel internationale Presse /TV mitgereist. Leider verpasse ich das anberaumte Meet & Greet da ich zum Captains Dinner eingeladen bin.

Die gesamte Crew ist auf der Brücke versammelt, feinste Speisen werden serviert, während die Pressevertreter Fotosessions mit Bands und Besatzung machen. Beim Smalltalk mit dem finnischen Kapitän des Schiffes stellt sich heraus, das die Kreutzfahrtgesellschaft Royal Caribbean extrem positiv von diesem erstmaligen (Test)- Event denkt. Nicht nur, dass sie Traumumsätze machen (bereits am ersten Tag hatten sie den 700fachen Getränkeumsatz von dem, was sie normalerweise mit den Rentnern, die sonst mitfahren, in der gesamten Woche machen!!!). Auch hat es keinen Ärger oder irgendwelche Zerstörungen gegeben. Sie hatten wohl gedacht, dass die Metal Fans das ganze Schiff auseinander nehmen und die Hälfte der Leute besoffen über Bord gehen, aber nichts dergleichen ist passiert. Da sind die nörgeligen Rentner echt stressiger, erfahren wir von der begeisterten Crew. Da kann man mal sehen: Gäbe es mehr Metaller, wär' die Welt ein besserer Ort, hihi...

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28.01.11 - 5. TAG ON BORD - MIAMI - FLORIDA - USA

Schade, heute ist Schluss. Alle Beteiligten sind sich einig, dass diese Reise ruhig hätte länger gehen können. Immerhin wird es wohl eine Wiederholung des Spektakels geben, vielleicht entwickelt sich das Festival ja auch zu einer festen Institution, wir hoffen jedenfalls, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft nochmal dazu eingeladen werden. Jeder an Bord hatte dieses "Wir machen Metal Geschichte"- Gefühl und ich kann euch nur raten, beim nächsten Mal dabei zu sein, es war wirklich einmalig.

Danke an alle Beteiligten für dieses unvergessliche Erlebnis!

Es grüßt

Peavy

Fotos by: Ute

Weitere Bilder werden wir euch demnächst auf der "Photo" Section zeigen...

Und hier noch ein super Reisebericht mit reichlich Fotos und Videomaterial von Volker www.lalasreisen.de

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